Bayerische Meisterschaft Zweikampf in Ansbach

Bearb DSC 2500bebAm Samstag, 17. November 2012, war Ansbach das Ziel vieler Taekwondo-Sportler aus ganz Bayern. 343 Taekwondoin aus 42 Vereinen waren mit ihren Familien und Freunden in die Sporthalle des Theresien-Gymnasiums gekommen, um bei der Bayerischen Meisterschaft in der olympischen Disziplin Zweikampf in Ansbach anzutreten. Die Abteilung Taekwondo des TSV 1860 Ansbach e. V. richtete in diesem Jahr zum ersten Mal die Bayerische Meisterschaft Zweikampf aus.

Das starke Ansbacher Team um die Organisationsmannschaft Rüdiger Proske, Evelyn Saal, Martin Saal und Inge Bühler-Saal erhielt vom Präsidium der Bayerischen Taekwondo Union, von Ehrengästen, von allen Kampfrichtern, Sportlern, Coaches und Zuschauern sehr viel Lob. Der Präsident der Bayerischen Taekwondo Union, Reiner Hofer, zog sein Resümee: „Die Kinderbetreuung, die Absperrungen in der Halle, das starke konsequente aber freundliche Ordnerteam, die gut besuchte Zuschauertribüne, das disziplinierte Auftreten der Sportlerinnen und Sportler, sowie das besonnene Kampfrichterteam unter der souveränen Leitung von Abdullah Ünlübay und Marius Mühlberger - all das hat den Rahmen einer erfolgreichen und gelungenen Bayerischen Meisterschaft 2012 ausgemacht.“ Die Kinderbetreuung, zum ersten Mal bei einer Bayerischen Meisterschaft Zweikampf angeboten, führten die Schülerinnen der 11. Klassen der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Ansbach im Rahmen des neuen Wahlpflichtfachs „Grundversorgung, Bildung und Erziehung von Kindern“ unter der Leitung von OStRin Barbara Schmidt und OStRin Adelheid Summer durch. Das Angebot wurde sehr gut angenommen und war sehr stark frequentiert. Die Verpflegung der Ehrengäste, Sportler, Coaches und Zuschauer hatten die Schülerinnen der 11. und 12. Klassen der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung unter der Leitung von Flin Claudia Vildosola übernommen und auch hier waren Alle voll des Lobes. Da die Organisation dank der über 80 fleißigen Helfer der Abteilung so perfekt und reibungslos klappte, wünschen sich und hoffen die Verantwortlichen der Bayerischen Taekwondo Union, dass die Abteilung Taekwondo des TSV 1860 Ansbach e. V. die Bayerische Meisterschaft auch im nächsten Jahr wieder ausrichtet.

Eröffnet wurde die Meisterschaft vom Vizepräsidenten der Bayerischen Taekwondo Union, Georg Streif. Grußworte sprachen Bürgermeister Hannes Hüttinger und der Präsident des TSV 1860 Ansbach e. V., Günther Kiermeier, die sich beide sehr darüber freuten, dass neben der Bayerischen Meisterschaft im Formenlauf nun auch die Bayerische Meisterschaft in der olympischen Disziplin Zweikampf in Ansbach stattfinden konnte, weil die engagierte Abteilung Taekwondo des TSV 1860 Ansbach e. V. sich als Ausrichter der Meisterschaft zur Verfügung stellte. Sie freuten sich über eine volle Sporthalle und dass so viele Zuschauer und Ehrengäste gekommen waren. Der Vizepräsident der BTU, Georg Streif, zeichnete vor Beginn der Kämpfe erfolgreiche Sportler aus. Darunter waren der Olympia-Goldmedaillen–Gewinner 2012 in London Servet Tazegül (Leopard Nürnberg), der Militär-Weltmeister 2012 Sergej Kolb, Vizemilitär-Weltmeisterin 2012 Melda Akcan, Katharina Weiß (Bronze Militär-WM 2012) und Tahir Gülec (Bronze Militär-WM 2013), Die Bronzemedaillen-Gewinnerin bei Olympia 2012, Helena Fromm, die an der FH in Ansbach Internationales Management studiert, konnte leider nicht an der Bayerischen Meisterschaft teilnehmen. Sie wurde als „Sportlerin des Jahres“ vom Allgemeinen Deutschen Hochschulverband ausgezeichnet. Sie ging als erste deutsche Medaillengewinnerin in Taekwondo in die Geschichte ein.
Jugend D, C und B kämpfte mit eigenen Westen und die Bepunktung erfolgte durch die Kampfrichter mittels Drücker-System.
Jugend A und Senioren männlich und weiblich kämpften mit den elektronischen Westen von LaJust. Allerdings gab es dabei große Probleme, da die Elektronik nicht richtig funktionierte. Aus diesem Grund wurden dann auch in diesen Altersgruppen die Kämpfe mit dem Drücker-System durchgeführt, allerdings bedeuteten die Probleme einem Zeitverlust von 1,5 Stunden.
Für den TSV 1860 Ansbach e. V. hatten sich drei Sportler für die Bayerische Meisterschaft qualifiziert: Jessica Gajocha (D – 62), Fabrice Mpingila (H-63) und Luca Longo, der verletzungsbedingt nicht starten konnte. Jessica Gajocha traf auf Kim Todtenbier aus Rudelzhausen. Jessica Gajocha fand bei diesem Kampf nicht zu ihrem Rhythmus und musste einige Kopftreffer einstecken, die sie nicht abwehren oder kontern konnte. In der zweiten Runde verlor sie den Kampf mit 1:14 Punkten und erreichte den fünften Platz.
Fabrice Mpingila, der erst seit diesem Jahr in der Altersklasse Herren kämpft, traf auf Yusuf Baykus von TKD Varol e. V. Neu-Ulm, der schon einige nationale und sogar internationale Erfolge vorweisen kann. Anfänglich ließ sich Mpingila von dem Schwarzgurt einschüchtern, fand dann aber in der zweiten Runde besser zum Kampf und konnte noch einige sehr gute Treffer landen. Leider konnte er den Vorsprung seines Gegners nicht mehr aufholen, so dass er mit 3:7 Punkten den Kampf verlor und ebenfalls den fünften Platz belegte.

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